© epd-bild/Lennart Preiss
Der Landesbischof der evangelisch-lutherischen Kirche in Bayern, Christian Kopp, äußert sich auf Social Media Kanälen zu seinen Erwartungen an die Ergebnisse der ForuM-Studie.
Der bayerische Landesbischof Christian Kopp bezeichnet den Veröffentlichungstag der ForuM-Studie als "sehr wichtigen Tag" für die evangelische Kirche. "Wichtig war, die Perspektive der Betroffenen ganz stark zu machen", sagt Kopp in den sozialen Netzwerken veröffentlichten Videobeitrag.
"Ich erwarte mir von den Ergebnissen der ForuM-Studie, dass wir noch besser von den Belangen der Betroffenen her denken können und unser organisationales Handeln in Deutschland und in Bayern und auch in der Diakonie daran anpassen können", erläutert Kopp in den Netzwerken Facebook und LinkedIn.
"Wir haben die Forscherinnen und Forscher beauftragt, genau hinzuschauen: Wo sind die blinden Flecken?", so Kopp. Die Studie werde Aufschluss darüber geben, wo es im Handeln von Kirche und Diakonie im Bereich sexualisierte Gewalt Dinge gegeben habe, die nicht zielführend gewesen seien.
Die ForuM-Studie soll auch erstmals Berechnungen zu bundesweiten Fallzahlen enthalten sowie Analysen über strukturelle Ursachen von sexualisierter Gewalt in der Kirche und der Diakonie seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Ein unabhängiges Forscherteam stellt in Hannover die erste übergreifende Studie zu sexuellem Missbrauch an Kindern und Jugendlichen im Bereich der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und Diakonie vor. Die EKD hatte das Forschungsprojekt 2020 in Auftrag gegeben.