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Auch die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs sprach zu den Teilnehmenden der Demonstration gegen Rechtsextremismus.
Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sagte auf der Kundgebung, es gehe in diesen Tagen nicht nur um politische oder rechtliche Strategien gegen Verfassungsfeinde. "Es geht auch um menschliche Solidarität und Zusammenhalt."
Anlass der Demonstration war der "Correctiv"-Bericht über ein Treffen von AfD-Vertretern mit Neonazis und Unternehmern Ende November. Dort wurde über Pläne für eine Ausweisung und Deportation von Menschen mit Migrationsgeschichte gesprochen. "Wer die Deportation von Menschen plant, ist ein rechtsradikaler Verfassungsfeind", betonte Tschentscher.
Die amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, die Hamburger Bischöfin Kirsten Fehrs, sagte laut Redemanuskript, mit Forderungen nach einer massenhaften Vertreibung von Menschen mit Migrationshintergrund sei eine Grenze überschritten. Wenn Vertreibungsfantasien die Runde machten, breite sich im Land "ein kriechender, nasser Frost" aus.
"Wir wollen nicht, dass das gesellschaftliche Klima kälter wird. Auch das ist ein Klimawandel, den wir aufhalten müssen", unterstrich Fehrs. Der christliche Glaube und völkisches Denken passten nicht zusammen, genauso wenig wie Kreuz und Hakenkreuz.
Initiiert worden war die Kundgebung "Hamburg steht auf - Gegen Rechtsextremismus und neonazistische Netzwerke" vom Verein "Unternehmer ohne Grenzen", der evangelischen Nordkirche und dem Deutschen Gewerkschaftsbund.