10.000 Menschen zu Israel-Kundgebung erwartet

Solidaritätskundgebung für Israel auf dem Bonner Marktplatz

© epd-bild/Meike Boeschemeyer

Solidaritätskundgebung für Israel auf dem Bonner Marktplatz am 15.10.2023 (Archivbild). Am Sonntag ist am Brandenburger Tor in Berlin eine weitere Kundgebung geplant.

Solidarität mit Israel
10.000 Menschen zu Israel-Kundgebung erwartet
Zu einer Solidaritätskundgebung für Israel hat ein Bündnis aus Parteien, Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Organisationen aufgerufen. Die Veranstalter rechnen am Sonntag in Berlin mit mehr als 10.000 Teilnehmenden.

Häufig trenne die in dem Bündnis vereinten Akteure viel voneinander, sagte der Geschäftsführer des Kampagnen-Netzwerkes Campact, Christoph Bautz und fügte hinzu: "Heute sagen wir alle 'Nie wieder ist jetzt' und stellen uns als Breite der Zivilgesellschaft dem Hamas-Terror und dem Antisemitismus entgegen."

Getragen wird das Bündnis neben Campact und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft unter anderem von CDU, SPD, FDP, Grünen, Linken, der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Deutschen Bischofskonferenz. Auch der Deutsche Gewerkschaftsbund und der Deutsche Naturschutzring gehören dazu.

In seinem Blog unter dem Titel "Solidarität und Mitgefühl" ruft auch Diakonie-Präsident Ulrich Lilie zur Teilnahme an der Demonstration am Brandenburger Tor in Berlin auf.

Die Rednerliste reicht von Israels Botschafter Ron Prosor über SPD-Chefin Saskia Esken, CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann, Grünen-Chef Omnid Nouripor und FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai bis zur EKD-Ratsvorsitzenden Annette Kurschus, dem Fuldaer Bischof Michael Gerber und Daniel Botmann vom Zentralrat der Juden.

Zudem werden Angehörige von israelischen Geiseln und ein Vertreter der muslimischen Alhambra-Gesellschaft sprechen. Der Berliner Rabbiner Yitshak Ehrenberg wird das jüdische Kaddisch beten. Die Schlussworte übernimmt Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU).

Die Kundgebung "Aufstehen gegen Terror, Hass und Antisemitismus - in Solidarität und Mitgefühl mit Israel" beginnt am Sonntag, 22. Oktober, um 14 Uhr am Brandenburger Tor in Berlin..

Mehr zu Antisemitismus
junge Menschen von Fridays for Israel stehen vor dem Eingang der Mensa der Freien Universität Berlin.
Der Angriff auf einen jüdischen Studenten der Freien Universität Berlin schlägt weiter hohe Wellen. In Bezug auf die Forderung des Zentralrats der Juden sieht die Hochschule ihre Möglichkeiten als begrenzt an.
Buchstaben fliegen aus leuchtendem Buch
Durch bestimmte Worte in der deutschen Sprache werden antijüdische Vorstellungen fortgeschrieben. Davon ist der Beauftragte für den christlich-jüdischen Dialog in der evangelischen Landeskirche in Bayern, Axel Töllner, überzeugt