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Tauffest in der Klosterkirche Barsinghausen (Niedersachsen). Manche Menschen wünschen sich sehr, getauft zu werden, finden aber nicht die passende Gelegenheit.
Man könne fragen, ob dabei das bedeutende Zeichen der Taufe zur leichtfertigen, womöglich unernsten Gelegenheit herabgestuft werde, sagte Stäblein am im "Wort des Bischofs" im RBB-Radio. Die Erfahrung zeige jedoch, dass viele nicht mehr die passende Gelegenheit für etwas finden, was sie sich sehr wünschten.
"Nichts ist eigentlich so sehr pop-up im Leben wie Taufe, heißt pop up doch wörtlich: auftauchen", sagte Stäblein. Bei vielen Menschen sei der Wunsch nach einer Taufe lange gereift. Sie hätten sich durch die Corona-Pandemie, Sorgen vor einem großen Familienfest oder dem Gefühl, von zu vielen anderen dabei gesehen zu werden, an der Taufe gehindert gefühlt.
Deshalb böten die Marienkirche in Berlin-Mitte oder zu Ostern die Genezareth-Kirche in Neukölln derartige Pop-up-Taufen an. Wer wolle, könne kommen und den lange gereiften Entschluss schnell und einfach umsetzen.