NRW-Landeskirchen: Einsame, Alte und Schwache nicht im Stich lassen

 Hand von Enkel und Großmutter an Scheibe

©iStock/Getty Images/RyanJLane

Kontakte zu Alten sollen in neuem Lockdown während der Corona Pandemie aufrecht erhalten werden.

NRW-Landeskirchen: Einsame, Alte und Schwache nicht im Stich lassen
Die evangelischen Landeskirchen in Rheinland, Westfalen und Lippe haben dazu aufgerufen, während des "Teil-Lockdowns" im November "die Einsamen, Alten und Schwachen nicht im Stich zu lassen".

"Uns liegt am Herzen und wir sehen uns in der Pflicht, unserem seelsorglichen Auftrag - wie schon im Frühjahr - unter veränderten Rahmenbedingungen weiter mit ganzer Kraft nachzukommen", erklärten die leitenden Theologen der drei Kirchen am Donnerstag. Die Corona-Beschlüsse von Bund und Ländern bedeuteten für viele Menschen "eine enorme weitere Belastung".

"Wir laden weiterhin ein zu Präsenzgottesdiensten unter strengen Schutzmaßnahmen", heißt es in der gemeinsamen Erklärung des lippischen Landessuperintendenten Dietmar Arends, des rheinischen Präses Manfred Rekowski und der westfälischen Präses Annette Kurschus. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger seien ansprechbar und suchten weiterhin den Kontakt zu den Menschen. Auch kirchliche Beratungsstellen sollen nach wie vor ihre Hilfe und Unterstützung anbieten.

Die Gesellschaft stehe vor schweren Wochen, "auch weil das Wissen um den nun herausfordernden Alltag erneut verunsichert und schmerzt", schreiben die Theologen. "In unseren Gedanken und Gebeten sind wir bei denen, die nun erneut um ihre berufliche Existenz bangen: bei den Kulturschaffenden, den Gastronomen, Hoteliers und Selbstständigen, gerade in der Kulturszene und der Veranstaltungsbranche, und vielen anderen mehr."

Die Regierungschefs von Bund und Ländern hatten am Mittwoch weitere drastische Beschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens beschlossen. Restaurants, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sollen von Montag an für den ganzen November schließen. Die Bürger sollen ihre privaten Kontakte auf ein Minimum reduzieren und sich nur noch in kleinen Gruppen treffen.

Mehr zu Seelsorge
In der St. Matthäus-Kirche sieht man von oben die  Kunstinstallation am Boden die an ein vulkanisches Aschefeld erinnert.
Der "Aschermittwoch der Künstler:innen" bezeichnet einen Gottesdienst der besonderen Art. Er gehört den Kreativen auf der ganzen Welt. Pfarrer Hannes Langbein hat die Berliner Sankt Matthäus Kirche zu diesem Anlass überraschend verändert.
Im Ahrtal zwischen Walporzheim und Marienthal wird am Flusslauf der Ahr gearbeitet.
Nach dem Weihnachts- und Neujahrshochwasser in Norddeutschland und Sachsen-Anhalt hat das Aufräumen begonnen. Damit sind die Menschen im Ahrtal mehr als zwei Jahre nach der verheerenden Katastrophe noch immer beschäftigt.