Frösche durch Pilz gefährdet

Frösche durch Pilz gefährdet
Die Umweltorganisation "Rettet den Regenwald" hat vor einem weltweiten Sterben von Fröschen, Lurchen und Salamander durch einen tödlichen Pilz gewarnt.

Er infiziere die Haut der Tiere, hemme die Hautatmung und störe den Stoffwechsel, erklärte die Organisation am Sonntag in Hamburg. Viele Amphibien würden daran zugrunde gehen. Von den 7.800 bekannten Arten seien mindestens 120 bereits ausgerottet.

Der Erreger habe sich von Asien ausgehend auch in Europa eingenistet, hieß es. Gefördert werde die Ausbreitung durch den internationalen Amphibienhandel. Für die Liebhaber von Froschschenkeln und die Freunde von Terrarien würden "Tausende Tonnen Amphibien über Grenzen und Ozeane hinweg" transportiert.

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Regenwald
Die Abholzung des Regenwaldes in der brasilianischen Amazonasregion hat rapide zugenommen. In den zwölf Monaten zwischen August 2017 und Juli 2018 stieg der Holzeinschlag um 13,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Herstellung von Palmöl in Brasilien
Kirchenvertreter kritisieren unter anderem, dass für die Verwendung des Fetts in vielen Produkten großflächig Regenwälder abgeholzt werden. Laut einer EU-Bestimmung muss ab 13. Dezember die Art verwendeter Fette auf Produkten angegeben werden.


Besonders bedroht sei der Feuersalamander, so die Umweltorganisation. In Holland habe der Pilz bereits zu einem Massensterben geführt, in Deutschland breite er sich rasant aus. Es sei zu befürchten, dass der Erreger auch über den Atlantik nach Nordamerika eindringe.