Familienministerin fordert Investitionspflicht für bessere Kitas
Bundesfamilienministerin Katarina Barley (SPD) hat eine Investitionspflicht des Staates gefordert, um "bessere Kindertagesstätten zu schaffen.
In den Kitas fehlten mehr als 150.000 Fachkräfte, sagte sie der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). Das sei eine "immense Herausforderung", die nur durch mehr Investitionen zu bewältigen sei.
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In den Kitas in Deutschland fehlen Hunderttausende Betreuungsplätze - in Westdeutschland noch mehr als im Osten. Dafür ist in den östlichen Ländern der Personalschlüssel in den Kitas ungünstiger. Laut einer Studie fehlen die Fachkräfte.
Die Arbeitsbelastung in den Kindertagesstätten sei mittlerweile so hoch, dass immer mehr Erzieherinnen lieber im Supermarkt an der Kasse arbeiteten als in der Kita. Auch um Depression oder Burn-out zu entgehen, sagt ein Kita-Fachverband.
Niemand könne ernsthaft bezweifeln, dass mehr Investitionen in Straßen, Brücken, Breitband aber vor allem in eine bessere Bildung nötig seien, sagte Barley: "Wir müssen weiter investieren, damit wir etwa Erzieherinnen und Erzieher besser bezahlen und schon ihre Ausbildung attraktiver machen können."