Ramelow: Reformation kein abgeschlossener Prozess

Ramelow: Reformation kein abgeschlossener Prozess
Beeindruckt von der weltweiten Wirkung Martin Luthers hat sich Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) nach einer Reise nach Namibia gezeigt. Der bekennende Christ hatte dort die 12. Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes in der Hauptstadt Windhuk besucht.

Dabei hätten ihm nicht nur der sehr lebendige Eröffnungsgottesdienst mit Hunderten Gläubigen aus der ganzen Welt und die Auftaktveranstaltung des Kongresses einen globalen Blick auf die Reformation gegeben, sagte Ramelow am Freitag in Erfurt.

"Es war spürbar, die Reformation ist kein abgeschlossenes Ereignis von vor 500 Jahren, sondern ein permanenter Prozess in vielen Bereichen unserer Gesellschaft", so Ramelow. Darüber habe er auch mit Jugendlichen aus verschiedenen Ländern diskutieren können. "Ihre Sicht auf Religion und Politik war für mich sehr inspirierend."

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Konkret auf Thüringen bezogen erhoffe er sich, "dass die Menschen auf uns als ein Kernland der Reformation neugierig werden." Deshalb wolle das Land die Marke Martin Luther auch künftig weiter nutzen, "indem wir nicht nur unsere musealen Schätze, sondern auch die Lutherstätten - wie die Wartburg oder das Erfurter Augustinerkloster - präsentieren", sagte Ramelow weiter.