Rohingya: Ein Volk auf der Flucht
Foto: ZUMA press/Jashim SalamNur Asha und ShataraNur Asha (25), ihr ein Monate altes Baby und Shetara (20) mit ihrem fünf Tage alten Säugling kamen aus Buthidaung, Myanmar.
"Nachdem unser Dorf niedergebrannt war, liefen wir acht Tage lang durch den Dschungel und die Hügel, um die Grenze nach Bangladesch zu erreichen", sagt Nur Asha. "Wir überquerten die Grenze in einem Fischerboot am 14. September. Glücklicherweise schafften es acht unserer Familienmitglieder ebenfalls Bangladesch zu erreichen", erzählt sie weiter. "Wir wissen nicht, wohin wir jetzt gehen sollen. Wir konnten uns retten als das Militär unser Rohingya Dorf in Buthidaung, Myanmar, angriff. Aber jetzt sind wir erschöpft und wissen nicht, ob wir jemals in unser Land zurückkehren können."
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Rohingya: Ein Volk auf der Flucht
Rohingyas auf der Flucht
Etwa 600.000 muslimische Rohingya sind seit dem 25. August 2017 vor der Gewalt in Myanmar nach Bangladesch geflohen. Die UN stufen die Übergriffe als "ethnische Säuberung" ein. Von den Geflohenen sind ca. 80% Frauen und Kinder. Seit Jahrzehnten sind muslimischen Rohingya Gewalttaten und Diskriminierung in Myanmar ausgesetzt, doch jetzt flüchten sie in beispiellosen Zahlen. Obwohl die Rohingya seit Generationen in Rakhine, einem der ärmsten Staaten im Westen Myanmars leben, erkennt die Regierung ihre Staatzugehörigkeit nicht an. Seit 1962 schränkt die Myanmars Regierung die Rechte der Rohingya erheblich ein.
Diese Galerie erschien erstmal am 26. September 2017 auf evangelisch.de